Rezepte

Gemüsebrühe ohne Geschmacksverstärker

Seit Liebig den Fleischextrakt erfunden hat, finden sich wohl in fast jeder Küche alle möglichen Varianten in Form von Brühwürfeln, Trockenbrühen und fertigen Würzhelfern aller Geschmacksrichtungen von Huhn über Rind bis Gemüse. Neben Spuren von wertgebenden Inhaltsstoffen enthalten diese kleinen Helfer überwiegend modifizierte Stärken und vor allem Hefeextrakt, sprich Glutamat. Ohne diese Zutat würde man den verschwindend geringen Produkteinsatz bemerken.

Wer eine richtig gute Brühe oder ehrliche Soße haben will, der muss sie sich selber machen. Weil sie sich lange halten soll, sollte das Gemüse möglichst frisch und noch nicht zu lange gelagert sein:

700 g frisches Suppengemüse (ca. drei mittelgroße Möhren, eine Stange Porree,
ein Stück Sellerie oder Petersilienwurzel) mit einer Handvoll frischer Petersilie
und 100g Salz in einer Küchenmaschine (am besten mit großer Rührschüssel und
breitem Messer) zu einer Paste schreddern. Sie ist fertig, wenn sich die Paste wie
ein Lindwurm um das Messer dreht. Das Ganze in saubere Marmeladengläser füllen
und mit einem Twist-off-Deckel verschließen. Die gerade nicht benutzte Paste
hebt man oben hinten im Kühlschrank auf, das Glas, das gerade in Arbeit ist, am
besten in einem der Türfächer.

Diese Paste wird durch das Salz konserviert und hält sich etwa für ein Jahr im Kühlschrank
Für einen Liter Brühe braucht es etwa einen gehäuften Esslöffel

Für eine schnelle Tasse Brühe zwischendurch:
Wasser aufkochen, ein Teelöffel Brühe in eine Tasse und mit heißem Wasser übergießen.