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Pottkieker auf der Okerwelle 104,6

Im Pottkieker geht es heute um einen gemütlichen Osterbrunch. In früheren Zeiten gab es in den Haushalten durch die üppige Mahlzeitenfolge am Ostersonntag alle Hände voll zu tun. Das wollen wir ändern. Bei einem Osterbrunch stehen Frühstück, Mittag und Nachmittagskaffee gleichzeitig auf dem Tisch. So können auch diejenigen, die in der Regel für das Essen zuständig sind, entspannt mit Familie und Freunden plaudern, ohne dauernd in der Küche verschwinden zu müssen.

Ein Osterbrunch zieht sich über mehrere Stunden hin. Damit nichts auf dem Ostertisch dahin welkt, sind ein paar Dinge zu beachten. Was geht und was erfahrungsgemäß nicht geht, das soll in dieser Sendestunde verraten werden.

28.03.2018,  kurz nach den 15-Uhr-Nachrichten

Bunte Ostereier

Bunt gefärbte Eier haben eine lange Tradition. Bei Ausgrabungen in Südafrika wurden 60.000 Jahre alte dekorierte Straußeneier gefunden. Sumerer und Ägypter verwendeten verzierte Straußeneier als Grabbeigabe. Bereits in vorchristlicher Zeit wurden rot gefärbte Eier der Frühjahrsgöttin Ostara als Fruchtbarkeitssymbole geopfert. Etwa ab dem 13. Jahrhundert fanden sie in Deutschland als christliches Symbol der Auferstehung Eingang in kirchliche Rituale. Spätestens seit dem 16.Jahrhundert wurden sie für die Ostereiersuche in Gras und Gebüschen versteckt. Die Frage, wer sie dort versteckt, wurde je nach Region unterschiedlich beantwortet. In der Schweiz war es der Kuckuck, im Westfälischen der Osterfuchs, in Thüringen der Storch und in Böhmen der Hahn. Letztlich hat sich der Osterhase gegen diese geballte Konkurrenz durchsetzen können.1682 enttarnte der Mediziner Georg Franck von Franckenau die Frage nach der Herkunft als eine Fabel, „die man Simpeln und Kindern“ zur Freude und Belustigung der Erwachsenen aufbinde. Den Osterhasen und seine Anhänger hat es nicht gestört. In jungen Familien ist das Färben und anschließende Suchen der bunten Eier noch immer untrennbar mit dem Osterfest verbunden. Bunte Ostereier weiterlesen

Von Weizenwampen und Hirnweichmachern

In letzter Zeit machen Ernährungsratgeber Furore, die uns den Weizen madig machen. Er soll für die dicken Bäuche verantwortlich sein, die zunehmend unser Stadt- und Landbild prägen. Schlimmer noch: all die neuzeitlichen Geißeln der Menschheit von Konzentrationsstörungen über Burnouts, Migräne, Gelenkerkrankungen, Diabetes, Herzerkrankungen, Schlaganfall und Alzheimer seien durch unsere liebgewordenen Weizenprodukte hausgemacht. Sie seien nur zu verhindern, wenn man radikal die Finger von Brot, Pasta, Keksen und den meisten industriell verarbeiteten Lebensmittel lässt. Schock! Sie fragen sich wahrscheinlich gerade, was Sie jetzt noch essen dürfen. Von Weizenwampen und Hirnweichmachern weiterlesen