Platzsparer

…..für Küche, Büro, Werkstatt und überall, wo viel Kleinkram aufzuheben ist. Der gehobene mittelalterliche Haushalt nannte 600 Dinge sein eigen. Heute besitzen wir im Durchschnitt 10 000 Dinge. Die wollen natürlich irgendwo aufgehoben werden.
Man könnte darüber nachsinnen, warum wir uns mit so viel Sachen umgeben. Es hat wohl auch mit unserem Hang zur Spezialisierung zu tun. Schauen Sie doch einmal in Ihre Besteckschublade in der Küche. Die Küchenplaner, die die Schubladeneinsätze kreiert haben, halten es eher mittelalterlich: Eine Aussparung für die Esslöffel, eine für die Gabeln, eine für die Messer, eine für die Kaffeelöffel und meist noch ein längeres für alles andere wie Salatbesteck, Messerschärfer, Schöpflöffel etc. Was ist mit den Espresso- und Eierlöffeln? Wohin mit diesen langen Kaffeelöffeln, die wir im Sommer für den Eiskaffee benutzen? Wohin mit…., na ja all den Dingen, für die in unseren genormten Schubladen keine Aussparungen vorgesehen sind?

Die Lösung ist einfach. Für Kleinkram, den man häufig an einem bestimmten Ort braucht, eignen sich ausgediente Marmeladengläser. Dazu stanzt man zwei Löcher in die Deckel und schraubt sie von unten an ein Holzbord oder den Küchenoberschrank. Glas eindrehen und fertig. Mindestens zwei Schrauben braucht es, damit sich später der Deckel nicht mitdreht. Ästheten nehmen schön geschwungene Gläser, Pragmatiker die ohne Schnörkel. Wichtig ist, dass die Gläser nicht zu groß sind. Sie sollten mit einer Hand zu bedienen sein.

In meiner Küche hängen diverse Zuckersorten, Zahnstocher und die kleinen Espresso- und Eierlöffel am Bord.